Unsere Positionen
Wofür wir uns einsetzen
Vier Schwerpunkte für Dienheim. Springen Sie direkt zum Thema, das Sie interessiert.
Miteinander
Dorfgemeinschaft – für Jung und Alt
Begegnung und Austausch für alle Generationen – von Freizeitangeboten für die Jugend bis zu einem zentralen Treffpunkt im Ort.
Eine gute Dorfgemeinschaft braucht Begegnung und Austausch. Für die Jugend sollen Freizeitangebote und Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden, die von einem betreuten Jugendtreff über selbstorganisierte Veranstaltungen (z. B. Kerbejugend) bis zu sportlichen Aktivitäten reichen. Hier können sich alle Beteiligten einbringen, um die Angebote an den Bedürfnissen der Jugendlichen auszurichten. Ein Jugendgarten zum Zusammenkommen, der unter Betreuung bewirtschaftet und gepflegt wird, ist eine solche Idee. Als ersten Schritt soll es eine Versammlung geben, zu der die Dienheimer Jugend eingeladen ist, um sich über zukünftige Projekte auszutauschen und anhand ihrer Bedürfnisse weitere Projekte zu entwickeln.
Auch die Kommunikation zwischen Gemeinde und Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie untereinander muss gestärkt werden. Es sollen wieder regelmäßig Bürgerversammlungen stattfinden, auf denen die aktuellen Themen der Gemeinde besprochen werden. Weiterhin ist es unsere Idee, einen zentralen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen, um das Miteinander in der Dorfgemeinschaft wieder aufleben zu lassen. Dieser könnte am freien Platz oder in Richtung Bolzplatz entstehen – ein Ort, an dem sich Vereine für Veranstaltungen, Seniorinnen und Senioren zum Austausch bei Kaffee oder Jugendliche zum Entspannen treffen.
Möglich wären auch Flohmärkte, Grillfeste, Workshops und kleine Konzerte – oder wieder einmal ein Weinfest. Mit Unterstützung digitaler Dienste über die Website oder eine App lässt sich die Begegnungsstätte organisieren. Für kulturelle Veranstaltungen ist es sinnvoll, sich an den Erfahrungen anderer Gemeinden zu orientieren oder mit ihnen sowie weiteren Event- und Kulturschaffenden zusammenzuarbeiten.
Vereinsleben
Starke Vereine
Über 20 Vereine prägen unser Dorfleben. Wir wollen sie besser vernetzen und gemeinsam unterstützen – mit einem „Runden Tisch Vereine“.
Dienheim hat eine großartige, aktive Vereinslandschaft. Von Sportvereinen über Musikvereine bis hin zu Vereinen, die sich kulturellen und sozialen Zwecken widmen – mit über 20 Vereinen sind wir hier gut aufgestellt. Diese Vereine bereichern das Dorfleben und sind gerade für die Organisation der verschiedenen Feste nicht wegzudenken.
Aber Vereine stehen zunehmend vor Herausforderungen – demografisch, finanziell und gesellschaftlich. Zu nennen sind hier die Themen Ehrenamt, Vereinsnachwuchs, Helfer, Räume, Sportstätten und Finanzen. Hier möchten wir neue Impulse setzen und insbesondere auf eine bessere Vernetzung und Kommunikation untereinander setzen.
So möchten wir einen „Runden Tisch Vereine“ einsetzen, an dem Fragen behandelt werden wie: Was läuft gut, wo braucht man Hilfe, wo und wie kann man sich gegenseitig helfen, und was kann die Gemeinde tun? Ziel ist der Aufbau eines aktiven Vereinsnetzwerks mit gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Projekten. Wir wollen die Vereine bewusst mit ins Boot holen, statt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden.
Mobilität
Verkehrssicheres Dienheim
Sichere Wege für alle – als erstes Vorhaben fordern wir mit Nachdruck einen Fußgängerüberweg auf der Rheinstraße ins Taubhaus.
Der Verkehr ist immer noch zu unsicher in Dienheim. Als erstes Vorhaben werden wir mit Nachdruck einen Fußgängerüberweg auf der Rheinstraße ins Taubhaus bei den zuständigen Behörden einfordern. Die Überquerung der alten B9 ist mehr als problematisch. Für Grundschüler, die morgens in die Schule müssen, ist es ohne Begleitung der Eltern kaum möglich, die Straße sicher zu überqueren. Dabei müssen die Anwohnerinnen und Anwohner des Taubhaus die Rheinstraße überqueren, um am sozialen Dorfleben teilhaben zu können – sei es Kita, Schule, Sportplatz oder Bahnhof.
Dass Eltern ihre Kinder auf diesem Weg immer begleiten müssen, soll der Vergangenheit angehören. Betroffen sind aber auch alle anderen: Fußgänger, Fahrradfahrende, Menschen mit Behinderungen oder mit Kinderwagen. Jeder muss die Möglichkeit haben, sicher über die Straße zu kommen. Müssen wir wirklich warten, bis hier ein Kind zu Schaden kommt? Ein Kind, das von einem Auto erfasst wird, ist bereits eines zu viel.
Dabei nimmt der Verkehr auf der Rheinstraße stetig zu und das Thema ist dringender denn je. Die Rheinstraße wurde vor über zehn Jahren mit hohem finanziellem Aufwand verkehrsberuhigt – von Verkehrsberuhigung kann aber keine Rede sein. Häufig kommt es zu brenzligen Situationen im Begegnungsverkehr, die zu vielen abgefahrenen Spiegeln der Anwohnerinnen und Anwohner führen. Die Rheinstraße muss endlich eine richtige Verkehrsberuhigung und klare Regeln im Begegnungsverkehr erhalten.
Neben diesem Brennpunkt wollen wir auch im Ortskern weitere Verbesserungen erreichen. Der Begegnungsverkehr funktioniert dort nicht gut; es muss eine Lösung her, um die Verkehrsflüsse in und aus dem Ort besser zu lenken. Alles, was nicht Auto ist, hat zu wenig Platz, um sicher unterwegs zu sein, und wird häufig übersehen. Auch die Barrierefreiheit muss verbessert werden: Viele Bordsteine stehen Rollatoren, Rollstühlen oder Fahrrädern im Weg. Gerade für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger ist das ein Problem, das wir angehen wollen.
Haushalt
Nachhaltige Finanzen
Langfristig solide wirtschaften und neue Einnahmequellen erschließen – etwa aus erneuerbaren Energien und einem Gewerbegebiet.
Man sieht: Wir haben viel vor, und viel ist nötig. Gleichzeitig belasten allgemeine Kostensteigerungen den Finanzhaushalt unserer Gemeinde. Primär finanziert sich die Gemeinde – neben den Zuwendungen des Landes – aus der Einkommens-, Gewerbe- und Grundsteuer. Nennenswerte Änderungen sind in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Trotz Rücklagen von rund 11 Millionen Euro und Schuldenfreiheit ist es daher essenziell, für einen langfristig nachhaltigen Haushalt und zur Finanzierung unserer Vorhaben neue Einnahmequellen zu erschließen.
Dienheim verfügt über dieses Potenzial, und wir wollen das Rad nicht neu erfinden: Viele Kommunen in Rheinland-Pfalz profitieren bereits von Einnahmen aus erneuerbaren Energien. Wir können von ihren Erfahrungen profitieren und aus ihren Fehlern lernen. Ob durch Pacht, Gewerbesteuer oder gesetzlich festgelegte Gewinnbeteiligungen – im Ausbau erneuerbarer Energien liegt ein enormes Potenzial. Die dafür benötigten Flächen sind im Westen unserer Gemarkung, weitab von jeglicher Bebauung, ausreichend vorhanden. Durch die Gründung einer Anstalt des öffentlichen Rechts zusammen mit unseren Nachbargemeinden und der VG eröffnen sich weitere Chancen bei geringem Risiko.
Abseits der erneuerbaren Energien ist es unerlässlich, in Dienheim ein Gewerbegebiet auszuweisen und zu entwickeln. Das ist nicht nur für die ortsansässigen Gewerbebetriebe von Bedeutung, sondern schafft auch direkt erreichbare Arbeitsplätze in Ortsnähe. Für dieses Gewerbegebiet ist aber auch klar: Einzelhandel haben wir bereits genug – der Fokus muss auf Handwerksbetrieben und produzierendem Gewerbe liegen.